Google Ads bietet eine Vielzahl von Gebotsstrategien, die je nach Kampagnenziel unterschiedliche Vorteile bieten. Doch welche Strategie eignet sich für welches Ziel? In diesem Beitrag erklären wir die verschiedenen Gebotsstrategien in Google Ads und wie du die richtige Wahl treffen kannst, um das Beste aus deinen Kampagnen herauszuholen.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Gebotsstrategie bei Google Ads?
- Welche Kampagnenziele gibt es bei Google Ads?
- Welche Gebotsstrategien gibt es bei Google Ads?
- Wann macht es Sinn, welche Strategie zu wählen?
- Wann sollte man seine Gebotsstrategie ändern?
- Vor- und Nachteile der verschiedenen Gebotsstrategien
- Fehlermeldung: Ungültige Gebotsstrategie - was tun?
- Gebotsstrategie wählen: häufige Fehler
- Fazit
Was ist eine Gebotsstrategie bei Google Ads?
Eine Gebotsstrategie legt fest, für welche Aktion du zahlen möchtest. Google Ads bietet verschiedene Gebotsstrategien, die dir helfen, deine Kampagnenziele zu erreichen.
Die Gebotsstrategie legst du bei der Erstellung der Kampagne fest oder du änderst sie nachträglich in den Kampagneneinstellungen.

Welche Kampagnenziele gibt es bei Google Ads?
Bei der Erstellung einer Google Ads-Kampagne musst du ein spezifisches Ziel festlegen. Diese Ziele beeinflussen, welche Gebotsstrategie du wählen solltest, da jede Strategie auf unterschiedliche Marketingziele ausgerichtet ist.
Umsätze: Bei diesem Ziel geht es darum, mehr Verkäufe oder Einnahmen zu erzielen. Google Ads hilft dir, potenzielle Kunden zu erreichen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas kaufen.
Leads: Hier geht es darum, Interessenten zu gewinnen, die sich durch das Ausfüllen eines Formulars oder eine andere Handlung zeigen. Ideal für Unternehmen, die Dienstleistungen oder Angebote bereitstellen.
Zugriffe auf die Website: Dein Ziel ist es, mehr Besucher auf deine Website zu bekommen. Google Ads optimiert die Kampagne, um Leute anzusprechen, die wahrscheinlich an deinen Inhalten interessiert sind.
App-Werbung: Wenn du eine App bewerben möchtest, geht es hier darum, Nutzer zu gewinnen, die die App herunterladen oder damit interagieren.
Bekanntheit: Hier willst du die Markenbekanntheit steigern. Google Ads zeigt deine Anzeigen einer breiten Zielgruppe, damit mehr Leute deine Marke oder Produkte kennenlernen.
Lokale Ladenbesuche: Wenn du ein physisches Geschäft hast, hilft dieses Ziel, Leute in der Nähe zu erreichen und sie zu einem Besuch in deinem Laden zu motivieren.

Zielvorhaben | Erklärung | Kampagnentyp |
---|---|---|
Umsätze | Umsätze | Suche, Display, Shopping, Video, Smart |
Leads | Formulare & Kontaktaufnahmen | Suche, Display, Shopping, Video, Smart |
Zugriffe auf die Website | Traffic | Suche, Display, Shopping, Video |
Produkt und Markenkaufbereitschaft | Traffic | Display, Video |
Markenbekanntheit und Reichweite | Traffic | Display, Video |
App-Werbung | App Installationen | App |
Welche Gebotsstrategien gibt es bei Google Ads?
Google Ads bietet eine Reihe von Gebotsstrategien, die jeweils für bestimmte Kampagnenziele optimiert sind. Hierbei kann man zwischen manuellen und smarten Gebotsstrategien unterscheiden. Manuelle Gebotsstrategien werden händisch vom Werbetreibenden festgelegt und optimiert, während smarte Gebotsstrategien automatisiert sind.
Manuelle Gebotsstrategie
Manueller CPC (Cost-per-Click): Du hast volle Kontrolle über die Gebote und legst den maximalen Klickpreis fest. Diese Strategie eignet sich, wenn du präzise Kontrolle über deine Gebote behalten möchtest.
Verfügbar in: Suchnetzwerk, Displaynetzwerk, Shoppingnetzwerk
Smarte Gebotsstrategien
Klicks maximieren: Das Ziel ist, möglichst viele Klicks zu erzielen, indem das gesamte Budget ausgeschöpft wird.
Auto CPC (Cost-per-Click): Das Ziel dieser Strategie ist es, Klicks zu maximieren und gleichzeitig das Budget effizient zu nutzen. Google Ads passt die Gebote in Echtzeit an, um den bestmöglichen Preis für Klicks zu erzielen.
Conversions maximieren: Hier optimiert Google Ads die Gebote, um mehr Conversions innerhalb des Budgets zu erzielen.
Conversion-Wert maximieren: Optimiert den Conversion-Wert, ohne auf einen bestimmten ROAS (Return on Advertising Spend) festzulegen.
Ziel-CPA (Cost-per-Action): Google optimiert die Gebote so, dass du den gewünschten CPA erreichst.
Ziel-ROAS (Return on Advertising Spend): Hier wird der Umsatz maximiert, während die Kosten minimiert werden.
Angestrebter Anteil an Impressionen: Diese Strategie sorgt dafür, dass deine Anzeige bei möglichst vielen Suchanfragen erscheint, z.B. oben auf der Suchergebnisseite.

Wann macht es Sinn, welche Google Ads Gebotsstrategie zu wählen?
Je nach Situation macht es Sinn, seine Gebotsstrategie anzupassen.
Klicks maximieren: Diese Strategie eignet sich, wenn du deine Reichweite erhöhen möchtest und bereit bist, das Budget vollständig zu nutzen, ohne den CPA zu strikt zu überwachen. Prinzipiell empfehlen wir beim Kampagnenstart vorerst immer mit Klicks maximieren zu starten, um Informationen zu sammeln.
Conversions maximieren: Wenn du genügend Daten zu Conversions in deiner Kampagne gesammelt hast, kannst du diese Strategie nutzen, wenn du den Fokus auf Conversions legst und dein Budget voll ausgenutzt werden soll, um mehr Verkäufe oder Leads zu erzielen.
Ziel-CPA: Ideal für die Lead-Generierung oder andere Conversion-orientierte Ziele, bei denen du einen bestimmten CPA anstrebst. Stelle sicher, dass du ausreichend Conversion-Daten hast, bevor du diese Strategie wählst.
Ziel-ROAS: Diese Strategie eignet sich hervorragend für E-Commerce, bei dem du den Umsatz maximieren möchtest, während du die Rentabilität im Auge behältst. Auch hier sind ausreichende Conversion-Daten erforderlich.
Wann sollte man seine Google Ads Gebotsstrategie ändern?
Es gibt mehrere Gründe, warum du deine Gebotsstrategie in Google Ads anpassen solltest:
Veränderte Kampagnenziele: Wenn sich dein Ziel von Klicks zu Conversions oder Markenbekanntheit ändert, solltest du die Gebotsstrategie entsprechend anpassen.
Datengrundlage erweitert: Wenn du beispielsweise genug Conversion-Daten gesammelt hast, kannst du von manuellen Geboten zu automatisierten Gebotsstrategien wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS wechseln.
Leistung soll verbessert werden: Wenn du feststellst, dass deine Kampagne nicht die gewünschten Ergebnisse liefert, könnte es an der Gebotsstrategie liegen. Experimentiere mit verschiedenen Strategien, um herauszufinden, welche am besten funktioniert.
Budgetanpassungen: Wenn sich dein Budget ändert, solltest du auch deine Gebotsstrategie überprüfen und gegebenenfalls anpassen, um sicherzustellen, dass du das meiste aus deinem Budget herausholst.
Vor- und Nachteile der verschiedenen Google Ads Gebotsstrategien
Klicks maximieren
Vorteile: Erhöht die Reichweite und nutzt das Budget effizient aus.
Nachteile: Es wird möglicherweise nicht die beste Conversion-Rate erzielt, da der Fokus auf Klicks und nicht auf Conversions liegt.
Conversions maximieren
Vorteile: Maximiert die Anzahl der Conversions, ideal für umsatzorientierte Ziele.
Nachteile: Google hat die volle Kontrolle, es gibt weniger Transparenz und Flexibilität bei den Geboten.
Ziel-CPA
Vorteile: Optimiert auf einen festgelegten Cost-per-Action, ideal für Lead-Generierung.
Nachteile: Erfordert eine ausreichende Menge an Conversion-Daten, um effektiv zu arbeiten. Im Ernstfall kann die Kampagne einbrechen.
Ziel-ROAS
Vorteile: Maximiert den Umsatz bei gleichzeitigem Fokus auf Rentabilität.
Nachteile: Auch hier sind ausreichende Conversion-Daten erforderlich, und die Strategie ist für sehr spezifische Ziele besser geeignet. Im Ernstfall kann die Kampagne einbrechen.
Fehlermeldung: Ungültige Google Ads Gebotsstrategie - was tun?
Es gibt drei mögliche Gründe, warum eine Gebotsstrategie als ungültig angezeigt wird:
Die Kampagne gehörte zuvor zu einer Portfolio-Gebotsstrategie eines Google Ads-Verwaltungskontos, aber die Verbindung zu diesem Verwaltungskonto wurde aufgehoben.
Du hast eine Kampagne kopiert, die Teil einer Portfolio-Gebotsstrategie eines Verwaltungskontos war, und sie in ein Konto eingefügt, das nicht mit dem gleichen Verwaltungskonto verknüpft ist.
Du hast eine Gebotsstrategie ausgewählt, die nicht mehr verfügbar ist.
Um dies zu beheben, musst du eine neue Strategie wählen.
Gehe dafür in deinem Google Ads-Konto auf das Kampagnen-Symbol.
Klicke im Drop-down-Menü auf „Kampagnen“.
Über der Statistiktabelle klickst du auf das Filtersymbol.
Wähle „Attribute“ und dann „Gebotsstrategietyp“ aus.
Klicke auf „Ungültig“, drücke dann auf „Übernehmen“.
Wähle die Kampagne aus, bei der du die Änderungen vornehmen möchtest.
Klicke auf „Bearbeiten“ und wähle „Gebotsstrategie ändern“.
Wähle eine neue Gebotsstrategie aus dem Drop-down-Menü.
Klicke abschließend auf „Übernehmen“.
Google Ads Gebotsstrategie wählen: häufige Fehler
1. Du wählst eine Gebotsstrategie, für die du noch nicht ausreichend viel Daten gesammelt hast. Prinzipiell empfehlen wir immer die Gebotsstrategie einer Kampagne nach folgender Chronologie laufen zu lassen:

2. Du wechselst die Strategie zu oft. Wechselst du die Strategie zu oft, kommt deine Kampagne immer wieder in eine Lernphase. Somit hinderst du sie daran, Daten zu verarbeiten und sich zu optimieren.
3. Du passt die Strategie nicht an dein Budget an. Wenn du einen Ziel-CPA hast, der sehr hoch ist, dein Budget aber sehr niedrig ist, so wirst du deine Kampagne dadurch lahmlegen und dafür sorgen, dass keine oder nur sehr wenige Conversions erzeugt werden. Hier musst du deine Strategie stets an dein Budget anpassen.
Fazit
Die Wahl der richtigen Gebotsstrategie bei Google Ads ist entscheidend, um deine Kampagnenziele effektiv zu erreichen. Jedes Ziel – sei es mehr Klicks, Conversions oder Markenbekanntheit – erfordert eine maßgeschneiderte Google Ads Gebotsstrategie.
Denke auch daran, dass Google Ads eine gewisse Lernphase benötigt, in der die automatisierten Gebotsstrategien die besten Ergebnisse liefern können. Unsere langjährige Erfahrung im Google Ads Bereich hat uns gezeigt, dass diese Lernphasen mindestens 2 Wochen dauern.
Sehr gerne beraten wir dich auch zu deinen Google Ads. Nimm ganz einfach den Kontakt zu uns auf und vereinbare eine kostenlose Potenzialanalyse.